08.11.2015, Erfolgreicher Abschluss einer erfolgreichen Hinrunde

Der FC Bülach gewinnt das letzte Spiel der Hinrunde auswärts in Dübendorf mit 3:1. Damit stossen die Bülacher auf den starken fünften Tabellenplatz vor. 

Von Adrian Panholzer

Am Ende ging es noch einmal so richtig rund. Eigentlich dachte man in der 87. Minute bereits, dass der Bülacher Sieg mit dem 2:0 von Giancarlo Pizzolotto unter Dach und Fach wäre. Der Bülacher Captain hatte seinen Farben mit einem wunderschönen Sonntagsschuss ins Lattenkreuz aus rund 20 Metern die Zweitoreführung beschert. Doch Dübendorf steckte nicht auf. Im Gegenteil: Das Heimteam erzielte in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch Davide Grimm den Anschlusstreffer per Kopf. Gleichzeitig führten die sechs Minuten Nachspielzeit – wegen der vielen Unterbrüche durchaus gerechtfertigt – noch zu einer Schlussoffensive der Dübendorfer.

Doch am Ende vermochte das Team von Giuseppe Gatto auch diese zu überstehen. Ein Konter über den eingewechselten Thomas Rezene und Luis Oliveira Gomes führte zum 3:1-Endresultat und sicherte den Gästen die verdienten drei Punkte. «Dieser Auswärtssieg ist natürlich das i-Tüpfelchen auf die Hinrunde», freute sich Doppeltorschütze Pizzolotto nach dem Spiel. Bereits in der ersten Halbzeit war er es gewesen, der nach rund einer halben Stunde die Führung erzielte. Nach einem schnellen Gegenzug, eingeleitet von Ramon Kessler, schickte Ruben Schiavi seinen Captain in die Gasse, der alleine vor dem Dübendorfer Torwart Schmid auftauchte und zur Führung einschoss.


Gute Defensive

«Es war ein typisches Spiel für uns», kommentierte Pizzolotto nach dem Spiel trocken. Was er damit meinte, war, dass Dübendorf, wie viele andere Gegner in dieser Hinrunde, zwar viel Ballbesitz hatte, doch die Bülacher Defensive um Lorenzo Gallo und Yusuf Porgali stand äusserst kompakt und liess kaum etwas zu. So kam Dübendorf in der gesamten ersten Halbzeit nicht zu einer guten Torchance vor dem Kasten von Yanik Zimmermann.

Das gleiche Bild zeigte sich auch im zweiten Umgang und so war der Sieg der Gäste schlussendlich verdient. Einzig Mitte der zweiten Hälfte sah sich Zimmermann gezwungen einzugreifen. Der Bülacher Torhüter verhinderte mit einem starken Reflex den Ausgleich der Dübendorfer. Damit schliessen die Bülacher eine starke Hinrunde ab, die ihnen so vor der Saison nur von wenigen zugetraut worden ist. Captain Pizzolotto will sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Es sei schön zu sehen, was man erreicht habe, «aber das ist die halbe Miete und nicht mehr. Wir müssen uns weiter verbessern». Jetzt gelte es die vier monatige Winterpause zu nutzen und sich optimal auf die Rückrunde vorzubereiten.


Telegramm:
FC Dübendorf – FC Bülach 1:3 (0:1)
Tore: 32’ G. Pizzolotto 1:0, 87’ G. Pizzolotto 2:0, 90’ + 2’ Grimm 2:1, 90’ + 6’ Gomes Oliveira

Aufstellungen:
FC Dübendorf: Schmid; Frefel, Jäggli, Rüegg, L. Pergolis; Cellana, Kallaba (46’ Petrovic), Omerovic, A. Pergolis; Frangi (60’ Blantas), Husejni

FC Bülach: Zimmermann; Kessler, Porgali, Gallo, R. Pizzolotto; Tran (65’ Rezene), Schiavi, G. Pizzolotto; Videcnik (72’ Gomes Oliveira), Mörgeli (85’ Verderosa), Carvalho

01.11.2015, Budgetierte Punkte eingefahren

Der FC Bülach schlägt Beringen zu Hause souverän mit 4:1. Mann des Spiels war Fabio Carvalho, der an drei Treffern beteiligt war. Mit dem Sieg können sich die Bülacher in der Tabelle nach oben orientieren.

Von Adrian Panholzer

«Gegen Beringen müssen drei Punkte her. Punkt.», forderte Bülachs Stürmer Denis Videcinik vor dem Spiel gegen den Tabellenzwölften. Die Personalsituation gestaltete sich für Bülachs Trainer Giuseppe Gatto jedoch vor diesem wichtigen Spiel alles andere als einfach. Neben den bereits verletzten Pascal Vanz und Nicolas Jäggli, hatte sich auch noch Captain Giancarlo Pizzolotto im Donnerstags-Training eine Blessur zugezogen und fiel aus.

Der Einstieg ins Spiel war denn auch eher mühsam. Beringen stand kompakt und hatte etwas mehr Ballbesitz. Die Gäste vermochten davon jedoch, trotz einiger Abschlüsse, nicht zu profitieren. Bülach seinerseits zeigte sich effizienter und erzielte mit der ersten guten Chance den Führungstreffer. Fabio Carvalho spitzelte einen Ball, der zuvor etwas unkoordiniert durch den Strafraum geflippert war, zur Führung für das Heimteam über die Linie. Der Treffer sei enorm wichtig gewesen, meinte Bülachs Ruben Schiavi nach dem Spiel, «erst dadurch haben wir richtig ins Spiel gefunden». 

Schiavi im Doppelpack

Schiavi selbst war es dann, der kurz vor der Pause den zweiten Bülacher Treffer erzielte. Nach einer Ecke köpfte Lorenzo Galle den Ball auf den freistehenden Schiavi, der bloss noch einzuschieben brauchte und den Bülachern zur Halbzeit eine Zweitoreführung bescherte. Der Spielstand hielt indes nicht lange. Nur 90 Sekunden nach Wiederanpfiff schloss Beringens Ulgar Isik bereits den Anschlusstreffer. Man sei danach wieder etwas unsicher geworden, beurteilte Schiavi. Erst mit den Einwechslungen von Thomas Rezene und Luis Oliveira Gomes gelang es Bülachs Trainer Gatto seinem Team neue Impluse zu geben und das Spiel wieder unter Kontrolle zu bekommen.

In der 73. Minute hätte Fabio Carvalho bereits für die Vorentscheidung sorgen können. Doch der Stürmer vergab freistehend aus bester Position seinen zweiten persönlichen Treffer. Im Gegenzug wäre Beringen beinahe zum Ausgleich gekommen, aber Bülachs Torwart Yanik Zimmermann reagierte glänzend und verhinderten den zweiten Treffer der Gäste. Carvalho sorgte schliesslich in der 86. Minute doch noch für die Entscheidung. Mit einem schnellen Vorstoss über die linke Seite überlief er seinen Gegenspieler Dario Russo und legte auf den völlig freistehenden Lusio Oliveira Gomes zurück, der den Ball über die Linie drückte. Und nur kurz danach war es wiederum Carvalho, der Schiavi freispielte. Dieser schoss zum verdienten 4:1 Endstand ein.


Cup und Dübendorf zum Schluss

«Das war ein enorm wichtiger Sieg, vor allem im Hinblick auf die Tabelle», betonte Doppeltorschütze Schiavi nach dem Spiel. Mit den drei Punkten konnte man sich Beringen vom Leib halten und den Abstand auf die Abstiegsplätze auf mindestens neun Punkte ausbauen. Zum Abschluss der Hinrunde geht es für den FC Bülach am kommenden Sonntag nach Dübendorf.

Davor steht jedoch am nächsten Donnerstagabend noch das Cup-Spiel gegen den FC Wiesendangen auf dem Programm. Gegen die Wiesendangener spielte man am vergangenen Wochenende auswärts 0:0. Man darf also gespannt sein, wer in die nächste Runde einziehen wird. Bis dahin hoffen die Bülacher auch wieder auf ihren heute verletzten Captain Giancarlo Pizzolotto zählen zu können.


Telegramm:
FC Bülach – FC Beringen 4:1 (2:0)
Tore: 24’ Carvalho 1:0, 45’ Schiavi 2:0, 47’ Isik 2:1, 86’ Oliveira Gomes 3:1, 90’ + 2’ Schiavi 4:1

Aufstellungen:
FC Bülach: Zimmermann; Winkler, Porgali, Gallo, Kessler; Tran, Videcinik, Schiavi, Mörgeli (68’ Rezene); R. Pizzolotto (79’ Oliveira Gomes), Carvalho
FC Beringen: Ehrismann; Ljustina, Gülay, Russo, Tesfagiorgis; Gülay; Arsic, Goncalves, Jashari (54’ Frusciente); Isik, Coskun

Bemerkungen:
53’ aberkanntes Tor Bülach Gallo (Torwartbehinderung), 90’ + 3’ aberkanntes Tor Beringen Gülay (Offside)

25.10.2015, Ein gewonnener und zwei verschenkte Punkte

Der FC Bülach bleibt im Oktober ungeschlagen. Beim letzten Spiel des Monats gegen den Tabellendritten FC Wiesendangen gab es für die Mannschaft von Giuseppe Gatto ein torloses Unentschieden.

Von Adrian Panholzer

Im Lager des FC Bülach war man nach dem Spiel mit dem Punkt durchaus zufrieden: «Der Gegner war defensiv sehr stark und der auswärts gewonnene Punkt ist sicher besser als keiner», bilanzierte Bülachs Denis Videcnik nach dem Spiel. Was der Stürmer damit sagen wollte, war dass durchaus mehr, aber auch weniger drin gewesen wäre für das Team von Giuseppe Gatto.

«Es war eines unserer besseren Spiele», befand Videcnik trotzdem. Was der jungen Mannschaft noch etwas fehle, sei die Kaltblütigkeit, um solch ausgeglichene Spiele für sich zu entscheiden. Videcnik spielte damit auf den vergebenen Penalty von Giancarlo Pizzolotto an. Der Captain konnte in der 54. Minute zum Strafstoss antreten, doch der ansonsten sichere Elfmeterschütze scheiterte für einmal an Torwart Kreshnik Zmajlaj, der stark parierte.

Ereignisarmer Spielverlauf

Der Strafstoss war einer der wenigen Höhepunkte der Partie. In der ersten Halbzeit gab es kaum Chancen und auch im zweiten Durchgang, spielte sich das Spielgeschehen weitgehend um den Mittelkreis herum ab. Zusätzlich verhinderten auch die viele Unterbrüche, dass ein Spielfluss aufkommen konnte. Erst mit dem Penalty nahm das Spiel etwas an Fahrt auf. In der 66. Minute konnte Wiesendangens Daniele Luzza alleine auf das Bülacher Tor losziehen, doch Torwart Yanik Zimmermann vereitelte den Treffer mit einem schnellen Reflex.

Richtig brenzlig wurde es danach erst wieder in der 90. Minute. Lorenzo Gallo versuchte einen Freistoss von Wiesendangen aus dem Strafraum zu klären und prüfte damit unfreiwillig den eigenen Torwart. Zimmermann konnte jedoch den Führungstreffer für das Heimteam verhindern. Das 0:0 war vor allem für den FC Wiesendangen ein symptomatisches Ergebnis. Der derzeitige Tabellendritte ist keine Mannschaft, die für Torspektakel garantiert, sondern eher für defensiv soliden Fussball. Auch die Hinrunden-Statistik mit zehn geschossenen und nur sieben erhaltenen Treffern zeigt dies deutlich.

Guter Schlusssport gefordert

Mit dem torlosen Unentschieden bleibt der FC Bülach im Oktober ungeschlagen. Neben zwei Siegen, stehen zwei Unentschieden zu Buche. Auch deswegen steht der FCB solid im Mittelfeld der Tabelle. «Viele haben uns das nicht zugetraut vor der Saison, aber wir haben bewiesen, dass wir in der Liga mithalten können», schaut Videcnik auf die bisherige Hinrunde zurück. Vor allem die Offensive der Bülacher lässt sich sehen. Diese ist mit 24 Treffern die zweitbeste der Liga und erzielt damit pro Ligaspiel im Schnitt mehr als zwei Treffer.

Dies sei aber auf keinen Fall ein Grund, um sich auf den Lorbeeren auszuruhen, insistiert Videcnik: «Klar können wir mit dem bisher erreichten zufrieden sein, aber in manchen Spielen wäre auch mehr möglich gewesen». Gefordert sei deshalb vor allem ein guter Schlussspurt, besonders im Hinblick auf die Partie gegen das Tabellenschlusslicht Beringen am kommenden Sonntag. «Da müssen auf jeden Fall drei Punkte hin», gibt sich Videcnik kämpferisch, auch damit man im Hinblick auf die Rückrunde das Punktekonto weiter aufstocken könne.

Telegramm:
FC Wiesendangen – FC Bülach 0:0 (0:0)

Aufstellungen:
FC Wisendangen: Zmajlaj, Mäder, Scherrer, Rakic, Schoch, Meli, Oehninger, Mendes, Acar (70’ Bretscher), Bestler (65’ Trecek), Luzza
FC Bülach: Zimmermann, Winkler, Porgali, Gallo, Kessler, R. Pizzolotto (80’ Mörgeli), Schiavi, G. Pizzolotto, Tran (77’ Gomes), Videcnik (87’ Rezene), Carvalho 

Bemerkungen: 54’ G. Pizzolotto verschiesst Foulpenalty18.10.2015, FC Bülach zeigt Moral

Nach einem 1:3 Rückstand konnten die Bülacher in den letzten 15 Minuten mit Toren von Pizzolotto und Carvalho das Spiel noch ausgleichen. Die Bülacher zeigten phasenweise eine gute Leistung, machten sich aber, wie so oft diese Saison, mit vielen Unkonzentriertheiten und individuellen Fehlern das Leben schwer.

FC Bülach - FC Greifensee 3:3 (1:2)
Tore: 20' Pizzolotto 1:0, 75' Pizzolotto 2:3, 80' Carvalho 3:3

FC Bülach: Zimmermann,Verderosa (55' R.Pizzolotto), Porgali, Vanz (17' Winkler), Hiltebrand (65' Mörgeli), Gallo, Pizzolotto, Schiavi, Carvalho

10.10.2015, Weiterer Sieg!

Die Bülacher gewinnen auswärts gegen den FC Wetzikon mit 0:2 (0:0). Spielentscheidend waren die beiden Einwechslungen von Mister Gatto. Zum einen Kessler, der nach einem Eckball durch Videcnik traf sowie Pizzolotto der einen Penalty verwerten konnte. Bemerkenswert war die Leistung der Bülacher umso mehr, da viele Spieler krank, verletzt oder abwesend waren.

FC Wetzikon – FC Bülach 0:2 (0:0)

Tore: 69‘ Kessler 1:0, 76‘ Pizzolotto 2:0

Aufstellung:
Bülach: Y. Zimmermann, L. Winkler, Y. Porgali, P. Vanz, J. Hildebrand, M. Verderosa, R. Schiavi, L. Gallo, D. Videcnik, N. Jäggli, A. Yasar

04.10.2015, "Das war ultrawichtig"

Bülach bezwingt den FC Töss mit 3:2 und kann sich damit von den hinteren Plätzen etwas lösen. Matchwinner war einmal mehr Fabio Carvalho.

Von Adrian Panholzer

Da war er wieder: Der Moment von Fabio Carvalho. 84 Minuten waren gespielt im Erachfeld, es stand 2:2 und der FC Bülach drohte Punkte aus der Hand zu geben, die man nach 45 Minuten schon beinahe auf sicher hatte. Doch dann stand der Portugiese da, wo ein Topskorer stehen muss und sicherte seinem Team die drei Punkte.

«Das war ein ultrawichtiger Sieg, der wohl wichtigste der Hinrunde bislang», strich Bülachs Trainer Giuseppe Gatto nach dem Spiel die Bedeutung der drei Punkte heraus. Vor allem mit der ersten Halbzeit zeigte er sich zufrieden, weil man endlich einmal habe umsetzten können, was man in der Kabine besprochen hatte.

Starke erste Hälfte

So waren die Bülacher vor allem in der ersten Halbzeit spielbestimmend und hätten zur Pause durchaus höher als nur mit 2:1 führen können – wenn nicht sogar müssen. Bereits in der 11. Minute verwertete Denis Videcinik einen Kopfball nach einer hervorragend getretenen Ecke von Captain Giancarlo Pizzolotto. Auch in der Folge sollten es immer wieder Pizzolottos Ecken sein, die im Strafraum der Winterthurer für Unruhe sorgten.

Dennoch konnten die Gäste nur drei Minuten später ausgleichen. Ahmet Murina nutze einen Stellungsfehler der Bülacher Hintermannschaft eiskalt aus. Gattos Mannschaft liess sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Wiederum nur vier Minuten nach dem Ausgleich wurde Giancarlo Pizzolotto im Strafraum von Werner Popp gelegt. Den fälligen Strafstoss verwertete der gefoulte souverän zur Führung für das Heimteam.

Doppelter Knackpunkt

Nur 70 Sekunden nach Wiederanpfiff waren es aber etwas überraschend die Tösser, die den Ausgleich erzielten. «Das gab natürlich einen Knacks in der Mannschaft», meinte Gatto nach dem Spiel, vor allem weil man sich vorgenommen hatte, so schnell wie möglich den dritten Treffer zu erzielen. In der Folge dominierten die Gäste das Spiel mehrheitlich, schafften es aber nicht daraus Kapital zu schlagen.

In der 63. Minute waren es wiederum die Gäste, die für einen Knackpunkt in der Partie sorgten, dieses Mal jedoch zu ihren Ungunsten. Berat Üzmez holte sich nach einem rüden Foul an Fabio Carvalho seine zweite gelbe Karte ab und wurde unter die Dusche geschickt. «Diese gelb-rote Karte hat uns sicher geholfen, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen», meinte Captain Pizzolotto nach dem Spiel. In der Folge kamen die Bülacher immer stärker auf, ehe Carvalhos viertes Saisontor das Heimteam erlöste.

Sieg gegen direkten Konkurrenten

Der eingefahrene Sieg ist für den FC Bülach vor allem im Hinblick auf die Tabellenlage von grosser Bedeutung. Mit den drei Punkten konnte man sich etwas von der Abstiegszone absetzen. Am kommenden Samstag steht mit dem Auswärtsspiel in Wetzikon ein weiteres Duell gegen einen Tabellennachbarn auf dem Programm.

Telegramm:
FC Bülach – FC Töss 3:2 (2:1)

Tore: 11’ Videcinik 1:0, 14’ Murina 1:1, 18’ G. Pizzolotto 2:1 (FE), 47’ Mazrekaj 2:2, 84’ Carvalho 3:2

Aufstellungen:

FC Bülach: Y. Zimmermann, L. Winkler, Y. Porgali, P. Vanz, R. Kessler, L. Gallo (72’ S. Mörgeli), L. Tran (78’ N. Jäggli), R. Schiavi, G. Pizzolotto, D. Videcinik (87’ Y. Attila), F. Carvalho

FC Töss: W. Popp, G. Acciarito, D. Ivanovic, A. Murina, B. Üzmez, B. Günalp (68’ P. Baumeler), R. Mazrekaj, A. Ukaj (82’ M. Herniques Pereira), M. Baskapan, C. Lucente, B. Rando (60’ N. Gallina)

Bemerkungen: 18’ Foulpenalty für den FC Bülach, 63’ Gelb-rote Karte gegen Üzmez

28.09.2015, Immerhin die halbe Miete

Der FC Bülach beendet seine englische Woche mit einer Niederlage in Schaffhausen. Gegen den Aufstiegsaspiranten setzte es eine 1:2-Niederlage ab.

Von Adrian Panholzer

Wie schon am Mittwoch im heimischen Erachfeld gelang dem FC Bülach auch im Stadion Breite in Schaffhausen in den letzten Minuten des Spiels ein Tor. Während jedoch der Treffer von Fabio Carvalho gegen Wallisellen zum viel umjubelten Last-Minute Sieg führte, machte Giancarlo Pizzolottos Anschlusstreffer gegen Schaffhausen kurz vor Schluss in der Endabrechnung keinen Unterschied mehr. 
 

Der Hauptgrund für die am Ende auf dem Resultatblatt knappe Niederlage lag primär beim stärkeren Gegner. «Schaffhausen ist natürlich ein anderes Kaliber, als Wallisellen», musste Verteidiger Yusuf Porgali nach dem Spiel zugeben. Dennoch wusste man beim FC Bülach genau woran es gelegen hatte. Beim 2:0 stimmte einmal mehr die Zuteilung nach einer Ecke nicht ganz und «beim ersten Gegentreffer sind wir einfach nicht energisch genug zum Gegenspieler gegangen», analysierte Porgali.Gattos RotationsprinzipTrainer Giuseppe Gatto hatte die Mannschaft im Vergleich zum Sieg gegen Wallisellen gehörig durcheinandergewirbelt. Gleich auf fünf Positionen veränderte er seine Startaufstellung – inklusive Torwart. Dies hatte jedoch nichts mit der Leistung der einzelnen Protagonisten zu tun. «Der Trainer hat uns klar gesagt, dass er einfach rotiert», erklärte Porgali nach dem Spiel.Mit der Niederlage verpasste es das Team von Gatto sich von der Abstiegszone abzusetzen. Weil aber bis auf Bassersdorf kein direkter Konkurrent drei Punkte einfahren konnte, hielt sich der Schaden in Grenzen. Einzig Wallisellen konnte beim SV Schaffhausen noch einen Punkt einfahren.Kapitales Spiel gegen Töss
Am kommenden Sonntag ist jedoch ein Sieg gegen den direkten Tabellennachbaren Töss gefordert. Für das kapitale Spiel können die Bülacher aber auch einige positive Aspekte aus der Niederlage bei Schaffhausen mitnehmen: «Ich finde wir haben einen guten Einsatz und tollen Willen gezeigt», befindet Porgali. Jetzt gelte es die technischen Mängel auszumerzen und bei der Balleroberung volle Entschlossenheit zu zeigen, dann könne man Töss schlagen. «Es muss unser Anspruch sein einen direkten Konkurrenten zu Hause zu schlagen», gibt sich Porgali kämpferisch.Telegramme:
FC Schaffhausen 2 – FC Bülach 2:1 (1:0)
Tore: 36’ Gautreaux 1:0, 84’ Demhasaj 2:0, 90’ G. Pizzolotto 2:1FC Schaffhausen 2: Lapcevic, Kaliki, Schmocker, Braun, Bohl (89’ Arslani), Martic, Zuli, Gautreaux, Gjergji (65’ Gröbli Ramirez), Dos Santos, Demhasaj (86’ Valletta)FC Bülach:Angstmann, Porgali, Vanz, Winkler, Gallo, G. Pizzolotto, Schiavi (75’ Yasar), Oliveira Gomes (60’ Carvalho), Verderosa, Mörgeli (60’ Kessler), Videcnik

 

13.09.2015, Bieli überrascht Bülach

Der FC Bülach spielt zu Hause gegen den FC Küsnacht 2:2 Unentschieden. Das Heimteam verspielte dabei einen Zweitorvorsprung. Altstar Rainer Bieli war die überragende Figur bei den Gästen.

Adrian Panholzer

Die gute Nachricht vorneweg: Der FC Bülach kann auch zu Hause punkten. Im dritten Heimspiel der Saison gelang es dem Team von Giuseppe Gatto zumindest einen Punkt zu sichern. Es wäre aber durchaus mehr drin gelegen für die Gastgeber, die bereits nach drei Minuten in Führung gingen. Küsnachts Torwart Miro Dabic und sein Verteidiger Filip Hren leisteten sich dabei eine Slap-Stick-Einlage. Beim Versuch einen Ball zu klären schoss Dabic seinen Vordermann an und via dessen Rücken flog der Ball ins Tor.

Mit der Führung im Rücken drückte das Heimteam weiter. In der 16. Spielminute erzielte Lorenzo Gallo nach einer Ecke per Kopf den zweiten Treffer für die Hausherren. Anstatt jedoch durch das zweite Tor weiter beflügelt zu werden, stoppte bei Bülach plötzlich der Spielfluss. «Ab der 20. Minute haben wir einfach aufgehört Fussball zu spielen», analysierte auch Torschütze Gallo nach dem Spiel.


Bieli lässt seine Klasse aufblitzen

Dennoch schaffte es die über weite Strecken strak agierende Bülacher Verteidigung um Pascal Vanz, Yusuf Porgali und Lorenzo Gallo die gegnerischen Stürmer rund um Altstar Rainer Bieli zu neutralisieren. Torhüter Felix Angstmann, der den verletzten Yanick Zimmermann im Tor vertrat, trug seinen Teil dazu bei als er in der 24. Minute einen Handspenalty von Künsacht stark parierte.

In der 43. Minute jedoch blitzte die Klasse des ehemaligen Nationalspielers Rainer Bieli auf, als er Bülacher Innenverteidigung entwischte und abgebrüht zum Anschlusstreffer für die Gäste einschoss. «Wir haben uns auf ihn vorbereitet, aber es ist uns leider nicht gelungen ihn über 90 Minuten zu kontrollieren», haderte Gallo nach dem Spiel. Dennoch war die Bülacher Halbzeitführung verdient.


Küsnacht kommt zurück

Zum Start der zweiten Hälfte schien Küsnacht gewillt zu sein eine Reaktion zu zeigen. Die Mannschaft der Gäste stand bereits fünf Minuten vor Wiederanpfiff wieder auf dem Platz. Vor allem zu Beginn wussten die Küsnachter viel Druck auf das Tor von Felix Angstmann zu entwickeln. Die Bülacher Innenverteidigung stand jedoch weiterhin sicher.

In der 65. Minute war es einmal mehr ein Standard des Gegners, der dem FC Bülach Punkte kostete. Rainer Bieli stand nach einer Ecke völlig frei am weiten Pfosten und versenkte den Ball per Volley im tiefen Eck. In der Folge war Bülach um eine Reaktion bemüht. Weil aber auch der Gegner in der Defensive gut aufgestellt war, spielte sich das Spielgeschehen mehrheitlich zwischen den beiden Strafräumen ab.


Intensive Schulssminuten

In den letzten Minuten der Partie überschlugen sich die Ereignisse noch einmal. Zuerst hatte Bülach die Grosschance zum Siegestreffer. Nach einem langen Ball aus der eigenen Verteidigung entwischte Giancarlo Pizzolotto seinen Gegenspielern und legte den Ball zurück auf den freistehenden Nicolas Jäggli, der jedoch ein Luftloch schlug anstatt den Ball in Tor zu versenken. In der letzten Spielminute sah Yusuf Porgali ausserdem eine – unberechtigte – gelb-rote Karte, die jedoch auch keinen Einfluss mehr auf das Spiel hatte.

Nach vier Spielen steht der FC Bülach somit mit vier Punkten im erweiterten Mittelfeld der Tabelle. Am kommenden Mittwoch bietet sich beim Derby in Bassersdorf die Möglichkeit die Punkteausbeute zu erweitern.


Telegramm:
FC Bülach 1 – FC Küsnacht 1
Tore: 3’ F. Hren 1:0 (ET), 16’ L. Gallo 2:0, 43’R. Bieli 2:1, 65’ R. Bieli 2:2

Aufstellungen
FC Bülach 1: F. Angstmann, P. Vanz, Y. Porgali, L. Gallo, R. Kessler, L. Tran, J. Gomes (81’ T. Rezene), G. Pizzolotto, M. Verderosa (46’ R. Pizzolotto), D. Videcnik, A. Yasar (66’ N. Jäggli)
FC Küsnacht 1: M. Dabic, C. Belotti, F. Hren, S. Fotheringham, J. Wiki (39’ L. Corrado), F. De Nunzio, D. Sokolovic (46’ A. Nielsen), G. Bischofberger, T. Pereira Leite (73’ P. Fonseca Da Silva), L. Trazza, R. Bieli
Schiedsrichter: Adem Aygün Hayati

Bemerkungen:
Gelbe Karten: 18’ L. Gallo, 23’ Y. Porgali, 49’ R. Bieli, 53’ G. Bischofberger
Gelb-Rot: 89’ Y. Porgali

06.09.2015, Schmerzhafte Niederlage

Der FC Bülach verliert gegen den SV Schaffhausen mit 1:3. Damit wurde die Mannschaft von Giuseppe Gatto, nach dem furiosen Sieg von letzter Woche auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.

Von Adrian Panholzer

Wie schon beim ersten Heimspiel der Saison gegen Phönix-Seen standen die Bülacher auch nach dem Spiel gegen den SV Schaffhausen ohne Punkte da. Wie schon gegen die Winterthurer war aber die Niederlage alles andere als zwingend gewesen. Zwar waren es auch am Sonntag wiederum vor allem die Gäste, die den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren liessen, weil aber die Bülacher gut standen, konnten sie sich kaum viele Chancen erspielen. „Wir sind vollkommen selberschuld an der Niederlage, wir hatten das Spiel eigentlich in der Hand“, ärgerte sich Giancarlo Pizzolotto nach dem Spiel. 

Das 1:0 für die Schaffhauser fiel dann in der 23. Minute auch bezeichnend nicht aus dem Spiel heraus, sondern durch einen Penalty, der von Ken Schuler eiskalt verwertet wurde. Der FC Bülach seinerseits schaffte mit einem Billiard-Tor den Ausgleich noch kurz vor der Pause. Nach einer Ecke flipperte der Ball förmlich durch den Strafraum der Gäste. „Dann lag der Ball plötzlich vor mir und ich musste ihn nur noch über die Linie bringen“, erklärte Torschütze Pizzolotto die Situation.


Viele Chancen

Das Team von Giuseppe Gatto nahm den Schwung in die zweite Hälfte mit und startete mit viel Druck. Die Bülacher erspielten sich zahlreiche, gute Torchancen konnten aber keine davon nutzen. Insbesondere Luom Tran stand kurz nach Wiederanpfiff alleine vor dem Tor, vermochte den Ball aber nicht an Schaffhausens Torhüter Sydney Schneider vorbeizuschieben. „Bei uns waren heute einfach nicht alle mit totalem Kampf und Einsatz auf dem Platz, das muss uns einfach eine Lehre sein“, kritisierte Pizzolotto. Woran das lag konnte indes auch der Captain nicht genau sagen: „Wir dürfen mit der ersten Mannschaft am Sonntagmorgen 2. Liga Spielen, da dürfte es eigentlich keinem an Motivation mangeln.“

Der SV Schaffhausen seinerseits nutze seine Chancen eiskalt aus und kam nach gut einer Stunde innert 5 Minuten zu den beiden entscheidenden Treffern. Danach liefen die Gäste kaum Gefahr die Partie aus der Hand zu geben. Beim FC Bülach wusste man immerhin woran man arbeiten muss: „Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen“, meinte Pizzolotto. 


Konkurrenzkampf anheizen

Schmerzlich vermisst wurde auch Sebastian Mörgeli, der sich unter der Woche im Training eine Aussenbandverletzung zugezogen hat. Positiv stimmt, dass in der kommenden Woche Fabio Carvalho und Ruben Schiavi wieder zur Mannschaft stossen werden und auch Yusuf Porgali wieder einsatzbereit sein wird. Gerade der letztjährige Topscorer Carvalho wurde in den letzten Partien schmerzlich vermisst. „Das heizt den Konkurrenzkampf im Team weiter an, dann werden auch die letzten aufgeweckt“, blickt Pizzolotto kämpferisch voraus. Am kommenden Wochenende bietet sich dem FC Bülach die nächste Chance auf den ersten Heimsieg. Zu Gast im Erachfeld wird dann der FC Küsnacht sein.

Telegramm:
FC Bülach – SV Schaffhausen 1:3 (1:1)
Tore: 23’ Schuler 0:1, 43’ Pizzolotto 1:1, 58’ Bolli 1:2, 61’ Ciglar 1:3

Aufstellungen:

FC Bülach: Y. Zimmermann, L. Winkler, R. Kessler, J. Hiltebrand (78’ J. Oliveira), P. Vanz, L. Fischer, L. Tran, G. Pizzolotto, T. Rezene (59’ N. Jäggli), A. Yasar (56’ R. Pizzolotto), D. Videcnik

SV Schaffhausen: S. Schneider, Y. Wick, V. Medved, Y. Bolli, K. Staub, M. Neidhart (53’ D. Usak), F. Mateus DaSilva (59’ B. Ciglar), L. Pfeiffer, A. Islami, K. Schuler (74’ L. Wirth)

Bemerkungen:
Gelbe Karten: 43’ Bolli, 69’ Staub

30.08.2015, Bülacher Schützenfestival in Brüttisellen

Der FC Bülach ist in der 2. Liga angekommen. Das Team von Giuseppe Gatto fertigt auswärts den FC Brüttisellen-Dietlikon gleich mit 6:0 ab. Umjubelter Spieler war der dreifache Torschütze Sebastian Mörgeli.

Von Adrian Panholzer

Nach der Auftaktniederlage vergangene Woche gegen den FC Phönix-Seen hat sich der FC Bülach in der 2. Liga eindrücklich zu Wort gemeldet. Dabei habe die Mannschaft genau das umgesetzt, was man sich vor dem Spiel vorgenommen habe, meinte Captain Giancarlo Pizzolotto nach dem Spiel: „Wir wollten unbedingt zu Null spielen und das ist uns gelungen.“ Aber auch offensiv war man aktiv. Nach 21 Minuten verwertete Sebastian Mörgeli eine Ecke zur Führung. Dabei zeigte die Trainingsarbeit von Trainer Giuseppe Gatto seine Wirkung, hatten doch die Bülacher im Abschlusstraining am vergangenen Freitag spezifisch Standards eingeübt.

Der Führungstreffer durch Mörgeli war der Auftakt zu fünf furiosen Minuten der Gäste. In der 24. Minute tankte sich Yasar Attila durch die gegnerische Verteidigung und erzielte das 2:0. Wiederum nur zwei Minuten später markierte Mörgeli nach einem langen Ball aus der Verteidigung den dritten Bülacher Treffer. In der Folge kontrollierten die Bülacher das Spiel bis zur Pause ohne Probleme.

„Man muss voll mitziehen“

Auch nach der Pause powerten die Bülacher weiter. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff waren es Giancarlo Pizzolotto und Denis Videcnik, die einen Konter zum 4:0 abschlossen. In der 63. Minute schliesslich komplettierte Bülachs Sebastian Mörgeli seinen persönlichen Hattrick. Dabei war Mörgeli erst auf diese Saison hin von der zweiten zur ersten Bülacher Mannschaft gestossen: „Es fühlt sich einfach super an, Weltklasse“, freute sich der dreifache Torschütze nach dem Spiel. Dennoch war es Mörgeli wichtig, die ganze Mannschaft hervorzuheben: „Ich habe heute perfekte Zuspiele erhalten von meinen Mitspielern, ihnen gebührt ein grosser Dank.“ Für Mörgeli waren es die ersten Treffer für die erste Mannschaft. Am Anfang sei die Umstellung schwierig gewesen für ihn: „Das Niveau ist schon höher in der 2. Liga, auch im Training. Da muss man voll mitziehen, sonst hat man keine Chance Schritt zu halten.“

Kurz vor Spielschluss netzte auch noch Pascal Vanz nach einer perfekt einstudierten Ecke ein und machte damit das halbe Dutzend voll. Nach dem Spiel war man im Bülacher Lager zufrieden: „Es war eine tolle Leistung heute“, meinte Captain Pizzolotto. Natürlich hätten auch die heissen Bedingungen geholfen: „Das war natürlich für den Gegener nicht leicht, wenn er schnell zurück liegt und es dann noch so heiss ist.“ Es gelte jetzt weiter an sich zu arbeiten, denn „wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir in jedem Spiel mit dem Gegner mithalten.“

Telegramm:
FC Brüttisellen-Dietlikon – FC Bülach 0:6 (0:3)
Tore: 21’ Mörgeli 0:1, 24’ Yasar 0:2, 26’ Mörgeli 0:3, 47’ Videcnik 0:4, 63’ Mörgeli 0:5, 94’ Vanz 0:6

Aufstellungen:

FC Bülach 1: Y. Zimmermann, L. Winkler, R. Kessler, Y. Porgali, P. Vanz, J. Hiltebrand (60’ L. Fischer), L. Tran, G. Pizzolotto, S. Mörgeli (75’ M. Verderosa), A. Yasar (55’ J. Gomes Oliveira), D. Videcnik

FC Brüttisellen- Dietlikon 1: Y. Hirzel, A. Ben Mahfoudh, M. Meckes, G. Merlo, O. Teke (46’ L. Vetter), J. Pereira Almeida (57’ S. Ben Mahfoudh), L. Krebs, P. Quattrocchi (57’ J. Azevedo), M. Gallani, D. Krebs, E. Murati

Bemerkungen:
Gelbe Karten: 49’ D. Krebs, 65’ E. Murati, 70. A. Ben Mahfoudh

23.08.2015, Lehrgeld bezahlt

Der FC Bülach verliert sein Auftaktspiel in die 2. Liga-Saison gegen den FC Phönix Seen 1 mit 1:2. Auf dem heimischen Erachfeld war man aber dennoch nicht chancenlos. Unter Druck setzen lassen sich die Bülacher nach der Niederlage nicht.

Von Adrian Panholzer

Die Gäste aus Winterthur-Seen versuchten gleich zu Beginn den FC Bülach etwas zu schocken. Sofort nach dem Anstoss gab Mirco Graf den ersten Schuss in Richtung Gehäuse von FCB Schlussmann Yanick Zimmermann ab, verfehlte sein Ziel jedoch. Auch in der Folge waren es vor allem die Gäste, die das Spiel bestimmten: „Darauf waren wir eingestellt, wir wussten, dass wir gegen einen Meisterschaftsanwärter kaum in der Lage sein werden, das Spiel zu diktieren“, meinte Captain Giancarlo Pizzolotto nach dem Spiel. Dennoch waren die Bülacher alles andere als Chancenlos in der ersten Hälfte. In der 7. Minute zog Bülachs Attila Yasar alleine auf Phönix Torhüter Alessandro Arlotta los, dieser konnte jedoch die Führung für das Heimteam mit einem tollen Reflex verhindern. Auch in der Folge vermochten die Bülacher mit Kontern immer wieder Nadelstiche zu setzen.

Auf der anderen Seite hatte Phönix Seen zwar viel Ballbesitz, konnte sich aber nicht viele nennenswerte Chancen herausspielen. Eine der wenigen Möglichkeiten wussten die Favoriten dann aber in der 17. Minute zu verwerten. Ahmed Maré vollendete eine Flanke per Kopf zum 1:0 für die Gäste. Die Bülacher ihrerseits hatten durch Captain Pizzolotto wie auch durch Thomas Rezene noch Chancen auf den Ausgleich, vermochten diesen aber nicht zu erzielen. „Wir haben heute Lehrgeld bezahlt, auf diesem Niveau muss man seine Chancen einfach nutzen“, haderte Pizzolotto denn auch nach dem Spiel. Das Positive an der Sache sei, dass man immerhin wisse woran man arbeiten müsse. „Ausserdem waren bei uns viele Spieler abwesend, wenn wir in Topbesetzung antreten, sieht das dann ganz anders aus“, blickte Pizzolotto gleich voraus.

Kein Druck für die Mannschaft

In der zweiten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften weitgehend. Möglichkeiten gab es meist nur durch Weitschüsse, wobei diese von den Torhütern meist ohne grössere Probleme entschärft werden konnten. So war es denn auch ein Fehler, der den Gästen in der 64. Minute den zweiten Treffer ermöglichte. Mirco Graf nutze einen unglücklichen Ausflug von Torhüter Zimmermann eiskalt zum 2:0. In der Folge hatte das Team von Giuseppe Gatto etwas mehr Spielanteile, vermochte aber kaum zwingende Chancen zu erspielen. Erst in den letzten fünfzehn Minuten konnte man Phönix Seen zunehmend unter Druck setzen. In der 79. Minute führte eine Hereingabe von Ramon Kessler zu einem Handspiel im Strafraum der Gäste. Den fälligen Penalty hämmerte Giancarlo Pizzolotto zum Anschlusstreffer ins hohe Eck. Trotz Druckphase gelang es dem Heimteam in den verbleibenden Minuten aber nicht mehr den Ausgleich zu erzielen.

Telegramm

FC Bülach 1 – FC Phönix Seen 1 1:2 (0:1)
Tore: 17’ Maré 0:1, 64’ M. Graf 0:2, 79’ G. Pizzolotto 1:2

Aufstellungen

FC Bülach 1: Y. Zimmermann, Y. Porgali, J. Hiltebrand, T. Rezene (82’ A. Mattia), L. Winkler, A. Yasar, S. Mörgeli (64’ N. Jäggli), P. Vanz, G. Pizzolotto, R. Kessler, D. Videcinik (46’ R. Pizzolotto)

FC Phönix Seen 1: A. Arlotta, S. Malis, V. Aydin, M. Yildiz (84’ A. Cecco), K. Dogru, A. Maré (58’ F. Petronijevic), E. Bajrami, A. Rutschmann, D. Graf (77’ Nelson Vaz Da Costa), M. Galasso, M. Graf

Bemerkungen:
Gelbe Karten: 45’ M. Yildiz, 77’ A. Cecco, 87’ V. Aydin, 90’ N.Jäggli